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Thema: Beispiel für Sachunterricht (speziell Naturwissenschaften)
Wusel

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Hits: 5280

27.02.2008 15:06 Forum: offener Unterricht

Hier für den Anfang schon mal den Titel des Buches und den Klappentext. Werde die Tage Kösters Untersuchung mal näher formulieren und hier einfügen. Wer noch mehr Interesse daran hat, kann mit Prof. Dr. Köster auch persönlich Kontakt aufnehmen, sie hat eine Dozentenstelle an der ASFH Berlin. Ich selbst studiere an der Uni in Münster, dort war Frau Köster bis vor einem halben Jahr noch Dozentin.

Titel des Buches:
Freies Explorieren und Experimentieren - eine Untersuchung zur selbstbestimmten Gewinnung von Erfahrungen mit physikalischen Phänomenen im Sachunterricht
Studien zum Physik- und Chemielernen, Band 55

Hilde Köster
ISBN 978-3-8325-1348-1
242 Seiten, Erscheinungsjahr: 2006
Preis: 40.50 Eur

Klappentext:
Physikalische Inhalte werden im Sachunterricht wenig thematisiert. Vielfach sind dafür persönliche Gründe der Lehrerinnen und Lehrer ausschlaggebend, die als "Lehrgrenzen" gegenüber physikalischen Inhalten zu "Lerngrenzen" für die Kinder werden.

Da Lehrerfortbildungen gegen dieses Problem zu wenig greifen, wird untersucht, ob Grundschulkinder dazu in der Lage sind, Erfahrungen mit physikalischen Phänomenen auch selbstbestimmt und ohne die Anleitung durch eine Lehrkraft zu gewinnen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder im Grundschulalter sich selbst ein physikalisches Erfahrungsfeld schaffen und dieses produktiv nutzen können. Die Kinder führen im Verlauf der Untersuchungen vielfältige Experimente durch, erwerben dabei grundlegende Erfahrungen, bilden eine wissenschaftsorientierte Haltung aus und erweitern soziale Kompetenzen. Sie organisieren sich dabei weitgehend selbst, sind motiviert und erleben Flow. Ihre Leistungsbereitschaft erhöht sich und sie entwickeln gegenstandsbezogene Interessen an physikalischen Erscheinungen.

Liebste Grüße!

Thema: Beispiel für Sachunterricht (speziell Naturwissenschaften)
Wusel

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Beispiel für Sachunterricht (speziell Naturwissenschaften) 22.02.2008 16:09 Forum: offener Unterricht

Hallo Leute,
ich bin neu im Forum und schreibe am Dienstag meine Examensklausur im Sachunterricht zum Thema des Offenen Unterrichts.
Ich möchte euch auf ein weiteres Beispiel für offenen Unterricht aufmerksam machen, das mir in meinem Studium begegnet ist.
Es ist zwar enstanden mit dem Grundgedanken, auch den naturwissenschaftlichen Teil (Chemie, Technik und Physik) im Sachunterricht neu zu beleben, bietet aber meines Erachtens überhaupt eine Möglichkeit den Kindern einen offenen Zugang zu den Naturwissenschaften zu ermöglichen.

Es handelt sich um das Konzept des Freien Explorierens und Experimentierens von Prof. Dr. Hilde Köster.
In ihrer Dissertationsarbeit hat sie untersucht, wie sich Kinder im vierten Schuljahr verhalten,wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, eigenständig selbstbestimmt und ohne die Leitung der Lehrerin mit physikalischen Phänomenen zu experimentieren? Wie reagieren sie auf dieses Angebot, wie organisieren sie sich, welche Art von Erfahrungen sammeln sie ohne Instruktionen oder Impulse und wie gehen sie mit diesen Erfahrungen um? Diesen Fragen wurde in einer qualitativen empirischen Untersuchung nachgegangen, deren Ergebnisse Frau Köster in einem Buch vorstellt.

Die Untersuchung ist meines Erachtens ein gutes Beispiel für eine direkte Umsetzung der Forderungen an Offenen Unterricht nach Peschel.

Ich hake bei der Dozentin mal nach, ob es in Ordnung ist, dieses Konzept hier näher darzustellen, da das Buch doch sehr teuer in der Anschaffung ist, es sich auf jeden Fall aber lohnt, es kennen zu lernen. Gerade Grundschullehrern/innen, die sich an naturwissenschaftliche Bereiche nicht herantrauen (außer der Biologie), bietet dieses Konzept neues Vertrauen in sich selbst. Faktum ist, dass Bereiche der Technik, Physik und Chemie nur etwa 2% des Sachunterrichts einnehmen. Der Rest wird durch Biologie (fast 50%) und die Gesellschaftswissenschaften abgedeckt. Es lohnt sich, dieses Unterrichtsmuster und den Kindern die Möglichkeit zu bieten, auch mal als kleine Forscher tätig sein zu dürfen, ohne dabei irgendwelche Vorgaben zu machen. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder gerne experimentieren und sich mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen (vgl. Lück/Köster).

Wer Interesse daran hat oder Einwände möge sich hier äußern, ich würde mich freuen.

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