Die britischen Public Schools - nicht zu verwechseln mit den amerikanischen Public Schools! - hatten ebenfalls ein Präfektensystem: prefect-, monitor-, fagging-System wurden aber in der Mitte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Dr. Thomas Arnold grundlegend reformiert. er betonte besonders die Moral-, Gewissens- und Charaktererziehung. Für sein Erzeihungsziel des "christian gentleman" waren absolute Ehrlichkeit, unwandelbare Gesetzestreue und moralische und religiöse Prinzipien von überragender Bedeutung.[Vgl. Kamp, 1995, S. 195].
"Er führte seine Schule zwar als persönlicher Alleinherrscher, wollte sie aber nur moralisch und nicht geistig beherrschen." Er strebte "moralische Übereinstimmung bei großer intellektueller Freineit und Gegensätzlichkeit an". [Ebenda] doch mit "demokratischer Selbstregierung" hat dieses System "kaum etwas zu tun" [Ebenda, S. 196]
Kamp sieht in den Arnoldschen Public Schools die Voräufer der deutschen Landerziehungsheime und ihre Vorbildfunktion für F. W. Roersters Gehorsams- und Charaktererziehung.
Monroe, Paul (Ed. 1911): A Cyclopaedia of Education (5 Bände), Artikel: Arnold, Public Schools. New York 1911 (Macmillan) - Nachdruck: Detroit, Gale Research Company 1968
Skidelsky, Robert: Schulen von gestern für morgen: 'Fortschrittliche' Erziehung in englischen Privatschulen. Gordonstown, Summerhill, Abbotsholme. Reinbeck 1975
weitere Literatur:
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